Beethoven Orchester Bonn

Am 1. Oktober 1907 unterschrieb die Stadt Bonn einen Vertrag, mit dem sie das zehn Jahre zuvor gegründete Philharmonische Orchester

Koblenz und seinen Kapellmeister Heinrich Sauer in ihre Dienste nahm. Damit bekam die Beethovenstadt nach Auflösung der Kurfürstlichen Hofkapelle im Jahre 1794 wieder ein eigenes Berufsorchester. Es ist zugleich das Orchester in der Oper Bonn.

Die Präsentation ausgefallener Programme ist bis heute ein Hauptgedanke der künstlerischen Arbeit des Beethoven Orchester Bonn. Exemplarisch hierfür stehen die Aufnahme der „Leonore 1806“ – einer Frühfassung von Beethovens Oper Fidelio –, sowie die SACD-Produktionen des Oratoriums Christus von Franz Liszt, der Oper Der Golem von Eugen d’Albert und der Oper Irrelohe von Franz Schreker, die alle einen ECHO Klassik-Preis erhielten. 2015 wurde das Orchester für die Aufnahme von Maurice Ravels Daphnis et Chloé in der Kategorie „Audiophile Surroundeinspielung des Jahres“ ausgezeichnet.

Seit der Saison 2008/2009 ist Stefan Blunier Generalmusikdirektor. Er führt fort, was mit Richard Strauss als einem der ersten Gastdirigenten des Orchesters begann und später Max Reger, Sergiu Celibidache, Dennis Russell Davies und Kurt Masur fortsetzten.

Neben der Opern- und Konzerttätigkeit (ca. 30 Konzerte und 110 Opernaufführungen pro Saison) bildet die Kinder- und Jugendarbeit unter dem Titel „Bobbys Klassik“ einen wichtigen Schwerpunkt. 2009 und 2011 wurde das Education-Programm ebenfalls mit einem ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet.

Auch auf Tourneen durch Europa, Nordamerika, Japan und China konnte das Beethoven Orchester Bonn seinen Ruf als exzellentes Orchester bestätigen.

Foto © Thilo Beu